Spielberichte

  • 1. Mannschaft

    1. Spieltag: (5.) FC Fackel - (6.) Karlsruher SV II (1:2) 3:3

    Ungeplante Punkteteilung gegen die Geburtshelfer aus der Waldstadt

    Bereits letzte Saison durfte der FCF die Spielzeit gegen den Vermieter eröffnen. Dieses Jahr war es dann der Geburtshelfer, der Karlsruher SV. Hier begann die eigentliche Vereinshistorie des jüngsten Vereins im Kreis Karlsruhe. Scheinbar hat das mittlerweile Tradition am Lohwiesen weg. Viele der Zuschauer fühlten sich dieses Mal auch in das Eröffnungsspiel von letzter Saison zurückversetzt.

    Übermotiviert, urlaubs- und verletzungsgeplagt stolperte man in das Spiel. Durch einige gezwungene Umstellungen mussten sich die Hausherren erst einmal wieder eingrooven. Das Spiel schien in weiten Phase unter Kontrolle, allerdings wurden die Bälle im letzten Drittel des Spielfeldes immer wieder abgeblockt oder es kam ein verheißungsvoller letzter Pass zustande. Die Gäste aus der Waldstadt setzten Nadelstiche gegen den vermeintlichen Favoriten, die es allerdings in sich hatten.

    Eine Unachtsamkeit in der Abwehr konnte D. Frankenhauser mit einem Sonntagsschuss in den Winkel (25‘) zur überraschenden 0:1 Führung versenken. Eine Viertelstunde später tauchte C. Haupt allein vor dem FCF-Gehäuse um Keeper V. Weigel auf und schob zum 0:2 ein (40‘). Der Fehlstart schien perfekt, ehe E. Hartwich ein fragwürdiges Handspiel im Strafraum mit dem Pausenpfiff zum 1:2 bestrafte (45‘).

    Jeder Spieler wusste, dass er sich steigern müsse um die Pleite hier noch einmal abzuwenden, entsprechend einstimmig fiel das Pausen-Fazit aus.

    Entsprechend eingestellt und motiviert legte die Heusch-Truppe los. Direkt nach dem Wiederanpfiff setzten die Hausherren den Aufsteiger unter Druck, drängten auf den Ausgleich und zwangen so den KSV immer wieder zu Fehlern.

    So geschehen in der 70. Minute. Ein Foul im Strafraum konnte E. Hartwich per Luftpost nur in einen Kasten Bier verwandeln.

    Praktisch im Gegenzug nutzen die KSV’ler die Unordnung der hadernden Fackelaner zu einer weiteren Bude. Durch eine Kopie des 0:2 (Angriff und Abwehr Fehler) konnte erneut D. Frankenhauser freistehend das dritte Tor aufs Tableau (75‘) bringen, 1:3.

    Einmal mehr war der Gastgeber gefordert, wollte man nicht direkt die hohen Saisonziele verpuffen lassen. Die Einwechslung des Allrounders J. Lüder in die Spitze, und die damit verbundene Umstellung der Formation sollte sich dabei als Glücksgriff erweisen. Ein ums andere Mal beschäftigte er die gegnerische Abwehrreihe als Unruheherd und empfahl sich immer öfters als Anspielstation, was dem FCF weitere Optionen im Spiel nach vorne eröffnete. Mit einem Sehenswerten Schuss aus vollem Lauf in die linke untere Ecke zum 2:3 trug sich eben dieser J. Lüder in die Torschützenliste ein (78‘). Das Momentum lag nun ganz klar beim FC Fackel.

    Nur vier Minuten später (82‘) zeigte der Oldie E. Hartwich einmal mehr seine Standardqualitäten, indem er einen Freistoß aus 30 Metern Entfernung von der halbrechten Seite sehenswert in die Maschen setzte. Damit setzet der tragische Held den Schlusspunkt der Partie.

    Damit sind die Fackelaner gerade noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen. Am Ende des Tages hätten durchaus auch 0 Punkte auf der Haben-Seite stehen können, von daher war man zwar nicht mit dem Spiel, allerdings mit dem Ergebnis auf Grund des Spielverlaufes entsprechend zufrieden. Einmal mehr hat sich gezeigt, dass bei einem Pflichtspiel auch in der B-Klasse mit vollster Konzentration und nötigem Respekt auftreten muss, um die anstehenden Aufgaben zu meistern.

    Fun Fact: Die letzten drei Partien des FC Fackel gingen allesamt 3:3 aus.

    2. Spieltag: (12.) FC Spöck II - (5.) FC Fackel (0:1) 2:4

    Unkonzentriertheiten kosten fast den 3er

    Erste Hängepartie abgehakt, voll motiviert und weiterhin urlaubsgeschwächt ging es am 2. Spieltag im Gastspiel gegen die Reserve des FC Spöck.

    Die letzten Spiele konnten allesamt recht souverän gewonnen werden, daher was die Heusch-Truppe zuversichtlich auch dieses Mal die Partie positiv zu gestalten.

    Bei strahlendem Sonnenschein und vermeintlich guten Platzverhältnissen startete der Gast furios. Man wollte direkt klarstellen, wer hier heute mit Punkten vom Platz geht. Entsprechend druckvoll begann die Anfangsphase. 13 Minuten lang hielten die Gastgeber dem Druck stand, ehe A. Hoffmann in der 14. Minute mustergültig von seinen Mannschaftskameraden im Strafreim freigespielt wurde und das Leder zu verdienten Führung nur noch einschieben musste, 0:1. In der Folge erspielte sich der FCF weitere hochkarätige Chancen, bei deren Abschluss aber immer wieder die notwendige Konzentration fehlte um den Sack schon in der ersten Halbzeit zuzumachen.

    Für den FCF-Keeper V. Weigel war es bis zu diesem Zeitpunkt ein sehr „langweiliges“ Spiel.

    Halbzeit.

    In der zweiten Halbzeit wollte man die spielerischen Vorteile noch besser nutzen und drängte wiederum auf den nächsten, beruhigenden Treffer. Auch hier dauerte es knapp eine Viertelstunde (59‘) ehe der wiedergenesene S. Gezgin, am Ende einer anschaulichen spielerischen Kombination den verdienten nächsten Treffer erzielte, 0:2. Während sich die Gäste noch im Jubelmodus befanden, nutze V. Aydin nur drei Minuten später (62‘) eine Unachtsamkeit in der Gästeabwehr und schob zum Anschlusstreffer ein, 1:2.

    Damit wurden die Sinne der Fackelaner wieder geschärft und das Spiel wurde wieder in die Spöcker-Hälfte verlagert. Der an diesem Tag sehr engagierte K. Hamann brach dabei immer wieder auf der Seite durch und sorgte für gefährliche Situationen im Strafraum. In der 75. Minute belohnte er sich für seinen Aufwand und erzielte das 1:3. Und wieder verfielen die Gäste in eine Lethargie, was sich nach nur wenigen Minuten (82‘) mit einem weiteren Spöcker-Treffer rächte. Eine vermeintlich ungefährliche Situation (abgelaufener Ball von Veteran U. Kaylan), spitzelte ein Akteur des FCS wieder zurück ins Spielfeld. Wohlwissen, dass der Ball 50 cm im aus war haben sowohl U. Kaylan als auch V. Weigel das Spielen eingestellt und sich schon auf die nächste Situation (Abschlag) eingestellt. Das machte es für den heranstürmenden S. Barth einfach den Ball ins Tor zum zu schieben, 2:3. Eine Kombination (87‘) später setzte dann die quirlige Kombi S. Gezgin/K. Hamann, die die Spöcker Hintermannschaft nie in den Griff bekam, den Schlusspunkt mit dem 2:4.

    Und wieder zeigt sich, dass Spiele über die gesamten 90 Minuten konzentriert bestritten werden müssen um das maximal aus dieser Spielzeit zu erreichen. Es reichen Nuancen um ein Spiel abzugeben obwohl man es vermeintlich stets unter Kontrolle hatte. Auch dies sollte der Heusch-Truppe eine Lehre sein, die schnellstens verinnerlicht werden muss, ehe es am nächsten Spieltag gegen den A-Klassen Absteiger aus Wössingen geht. Derartige Unkonzentriertheiten werden von dieser Mannschaft mit Sicherheit bestraft.

    3. Spieltag: (5.) FC Fackel - (12.) FV Wössingen 0:0

    Verdiente Nullnummer

    Mit dem FC Wössingen kam am dritten Spieltag ein A-Klassen Absteiger an den Lohwiesenweg. Wie es so üblich ist, werden Absteiger in der darauffolgenden Saison automatisch zum Favoritenkreis dazugezählt. Der FC Fackel war also gewarnt und für die anstehende Aufgabe bestens sensibilisiert.

    Allerdings versprach die Begegnung mehr als das eigentliche Spiel lieferte. Gleich gut oder gleich schlecht präsentierten sich beide Mannschaften und neutralisierten sich im Spiel nahezu komplett. Beide Abwehrreihen standen gut und ließen kaum Chancen zu, hüben wie drüben. Und die wenigen Chancen, die es gab wurden zum Teil kläglich vergeben. Ein Remis, das keinen Sieger verdient hat.

    Auch an diesem Spieltag merkte man das Fehlen einiger Urlauber in der Heusch-Truppe. Das positive aus dieser Partie war, dass man ohne Gegentor einen Punkt auf dem Konto vermerken konnte. Damit bleibt der FC Fackel zwar weiterhin unbesiegt in der B1 seit der letzten Rückrunde, allerdings sollte mal wieder ein 3er her um die enteilende Konkurrenz nicht außer Reichweite zu verlieren, will man die hochgesteckten Ziele noch erreichen.

    Am kommenden Sonntag geht es an den Bahnhof zu Schwarz-Weiß Mühlburg. Eine Mannschaft die unberechenbar ist, da die sich in nahezu jeder Transferperiode komplett neu aufstellt.

    4. Spieltag: (10.) SW Mühlburg - (5.) FC Fackel (1:0) 2:5

    Wechslhaftes Spiel bei wechslehaftem Herbstwetter

    Offensichtlich trauten die Experten von Pfoschdeschuss.de dem FCF kein „Zu-Null-Spiel“ zu, womit Sie an diesem Spieltag mal wieder richtiglagen. Das letztjährige Prunkstück des FCF, was seinem Torhüter die meisten Zu-Null-Spiele in Folge bescherte, weist diese Saison verdächtige Defizite auf. So auch geschehen am 4. Spieltag gegen Schwarz Weiss Mühlburg.

    Angesteckt durch den deutlichen Sieg der zweiten Mannschaft zuvor (0:5) wollte man die 3 Punkte quasi im Vorbeigehen mitnehmen und sich nach dem Spiel wieder in die warme Stube zurückziehen. Doch der Gastgeber hatte etwas dagegen. Von der ersten Minute merkte man, dass dieses Spiel ohne Kampf und Körpereinsatz nicht positiv gestaltet werden kann. Die sehr harte Gangart der SWM überraschte die Gäste zudem musste man erneut in einer anderen Formation auflaufen auf Grund der immer noch andauernden Urlaubssituation, was sich in der 18. Minute bemerkbar machte. Die neu formierte Abwehr mit dem letztjährigen Trainer D. Schäffner musste das 1:0 hinnehmen. Am Ende eines sauber vorgetragenen Konters der Hausherren schiebt A. Haag nach einem Querpass freistehend den Ball in die Maschen. Erneut musste man einem Rückstand hinterherrennen obwohl man die besseren Spielanteile hatte. Dazu kam der berühmte „Scheisse-am-Schuh“ Spruch. Ein ums andere Mal konnten hochkarätige Torchancen nicht erfolgreich abgeschlossen werden. Fortan suchten die Gastgeber jede Chance um die Uhr herunterlaufen zu lassen, vor allem bei Abstößen. Dies sollte sich aber in der zweiten Halbzeit noch rächen.

    Eine Umstellung zur Halbzeit (raus aus der Abwehr, rein in die Spitze), machte die Bühne frei für den Allround-Spezialisten J. Lüder. Fortan stürmte der FCF wütend auf das gegnerische Gehäuse und zwang die Gastgeber damit zu Fehlern. Der besagte J. Lüder sorgte mit seiner dynamischen Art immer wieder für Verwirrungen im gegnerischen Strafraum. Erster Nutznießer war K. Hamann, der mit einer vorzüglichen Soloaktion den Ball trocken ins kurze Eck setzte (1:1, 65‘). Nun war der Konten geplatzt und es schepperte quasi im „5-Minuten-Takt“.

    In der 69. Minute schob J. Lüder dann selbst zum 1:2 von der linken Seite mit dem linken Fuß ins lange Eck ein, nachdem er mustergültig von seinen Mannschaftskameraden freigespielt wurde; Spiel gedreht. Den Hausherren viel in der Folge gar nichts mehr ein und sie mussten mit ansehen wie der FCF deren Spielreihen in ihre Einzelteile zerlegte. Gerade mal sechs Minuten später (75‘) landete ein verunglückter Abstoß bei A. Hoffmann vor den Füssen, der wiederum kein Problem hatte den Ball im Tor zu versenken, 1:3. Den agilen J. Lüder bekamen die Gastgeber einfach nicht in den Griff. Einer seiner weiteren Vorstöße (79‘) konnte nur mit einem Foul im Strafraum gestoppt werden. Den fälligen Strafstoß verwandelte E. Tetzlaff zum 1:4. Abermals war es J. Lüder, dem es vorbehalten war in der 86. Minute den letzten Treffer für seine Farben zu markieren, 1:5. Das Gegentor zum 2:5 in der 90. Minute per Strafstoß war nichts weiter als Ergebniskorrektur und ärgerte am Ende niemanden mehr außer den FCF-Keeper.

    Eine Mentalitätsleistung in der zweiten Halbzeit sorgte dafür, dass der Kopf gerade noch einmal aus der Schlinge gezogen werden konnte und so die diesjährigen, hoch gesteckten Ziele weiter in Reichweite bleiben. Aber auch für nächstes Wochenende gegen die reserve des FC Neureut haben sich weitere Urlauber angekündigt. Man darf gespannt sein mit welcher 11 die Heusch-Truppe beim Heimspiel auflaufen wird und wie lange dieses Spiel mit dem Feuer noch gut geht…

    5. Spieltag: (5.) FC Fackel – (1.) FC Neureut II (0:1) 0:2

    Mm Spiel mit dem Feuer verbrannt

    Der 5. Spieltag stand an. Bei herrlichem Wetter und top motiviert ging es gegen die Landesliga Reserve des FC Neureut. Und wieder Hatte Trainer Heusch weitere Ausfälle zu beklagen. Bei der Begegnung musste er die Mannschaft mal wieder komplett umstellen, da sechs (!) potentielle Stammkräfte zu ersetzen waren. Mit gerade mal 11 Mann ging man in die Partie gegen den Tabellen-Dritten.

    Bei solchen Partien und mit derartigen Voraussetzungen bedarf es eigentlich keinerlei zusätzlicher Motivation. Der FCF war fest entschlossen trotz besagtem Handicap die Punkte am Lohwiesenweg zu behalten. Entsprechend engagiert und motiviert trat der Gastgeber auf. Von Beginn an drückte der FCF auf die Tube, um dem Spiel direkt den Stempel aufzudrücken und die Spielfreude der Gäste im Keim zu ersticken, was dem FCF über weite Strecken der Partie auch sehr gut gelang. Ein ums andere Mal erspielte man sich hochkarätige Chancen an deren Ende die Fackel-typische Abschlussschwäche einen entspannten Spielverlauf verhinderte. Immer wieder waren es falsche Entscheidungen oder Unkonzentriertheiten vor dem Tor, die eine Führung der Gastgeber verhinderten.

    Es dauerte bis zur 41. Minute bis der Führungstreffer endlich fiel, allerdings für die Gäste. Per Zufallsproduckt landete einer der zahlreich gespielten langen Bälle vor den Füßen von I. Coban, der keine Mühe hatte sich gegen die, an diesem Tag, wackelige Abwehrreihe des FCF durchzusetzen und unkonventionell das Leder per Spitzkick am herausstürmenden Schlussmann glücklich an die Unterlatte setzte sodass der Ball zum 0:1 in den Maschen landete. Und wieder musste die Heusch-Truppe einem Rückstand hinterherrennen. Bei den Temperaturen, ohne vernünftige Wechselmöglichkeit eine extrem hohe Hürde, wie sich herausstellen sollte.

    Mit dem Halbzeitpfiff ergab sich bis dahin noch die größte Chance für eine FCF-Treffer in der ersten Halbzeit. Als Routinier E. Hartwich einen Freistoß aus 25 Metern Entfernung, vom Neureuter Keeper nicht festgehalten werden konnte und A. Hoffmann den Abstauber verwertete, allerdings aus einer Abseitsposition.

    Die zweite Halbzeit war eine Kopie der ersten. Neureut war nicht in der Lage spielerisch mit den Hausherren mitzuhalten, allerdings waren diese vor dem Tor cleverer und konzentrierter. Erneut war es eine Unachtsamkeit in der Abwehr die R. Sabadisch in der 59. Minute in Position brachte. 1 gegen 1 schob besagter Sabadisch aus etwas spitzerem Winkel den Ball am erneut herausstürmenden Keeper-Oldie V. Weigel zum 0:2 ein.

    Alle Bemühungen waren in der Folge ohne Erfolg. Mit zunehmender Spieldauer schwanden beim FCF die Kräfte. Ein, zwei gute Möglichkeiten boten sich doch noch, aber am Ende war es einer dieser Tage, an dem man wahrscheinlich den ganzen Tag hätte spielen können und keinen Treffer erzielt hätte. Selbst gegen dezimierte Neureuter (Gelb-Rot, nach wiederholtem Foul-Spiel) sollte der Tor-Erfolg an diesem Tag einfach nicht sein.

    Der Chancenwucher des FCF wurde dieses Mal bestraft. Man ist geradezu verleitet zu sagen: „endlich“. Endlich hat die Mannschaft einen Schuss vor den Bug bekommen und das vielleicht zur richtigen Zeit. Endlich hat die Serie aus unbesiegten Spielen in Folge ein Ende, sodass man von der zuletzt anhaltenden es-wird-schon-irgendwie-gut-gehen-Einstellung mal wegkommt und realisiert, dass das kein Selbstläufer wird.

    Es ist zu hoffen, dass bei den Akteuren folglich ein Umdenken stattfindet. Der Spruch kommt nicht von ungefähr: „von nichts, kommt nichts“. Will man diese Saison doch noch positiv gestalten, müssen sich die Spieler am Riemen reißen, um die hochgesteckten Ziele nicht komplett aus den Augen zu verlieren…

    6. Spieltag: (15.) SG Siemens - (5.) FC Fackel (2:2) 2:3

    Zwei Göttmänner waren zu viel für die Konzern-Elf

    Der 6. Spieltag stand unter keinem guten Stern für den FC Fackel. Aufgrund eines erheblichen verletzungsbedingten Aderlasses mussten manche Positionen mit Spielern aus der zweiten Mannschaft nachbesetzt werden, was zur Folge hatte, dass die Partie der zweiten Mannschaft gegen die SG DJK/FV Daxlanden III notgedrungen abgesagt werden musste und damit die 3 Punkte kampflos übergeben wurden. Damit dieser Missstand nicht umsonst gewesen sein sollte, musste unbedingt ein Auswärts-3er her.

    Entsprechend entschlossen und seriös legte die Heusch-Truppe los wie die Feuerwehr. Es dauerte gerade einmal drei Minuten ehe der Ball zum ersten Mal im Netz der Gastgeber zappelte. Ein scharf getretener Freistoß von Oldie E. Hartwich rollte flach vorbei an Freund und Feind durch den Strafraum, an dessen Ende der zweite Oldie im Team V. Göttmann Sr. keine Mühe hatte zur 0:1 Führung einzuschieben (3‘).

    Dem FCF blieb aber in der Folge keine Zeit sich über die Führung zu freuen. Eine kleine Unaufmerksamkeit in der Hintermannschaft nutze der Siemenser-Unruheherd T. Fokou eiskalt aus. Über außen rannte er einfach mit dem Ball die aufrückende FCF Abwehr nieder und schob gegen den neu ins Team gerückten Goalie D. Mastel zum 1:1 Ausgleich ein (10‘). Spätestens jetzt war den Akteuren des FCF klar, dass dies kein Altweibersommerlicher Sonntags-Ausflug an die Hertzstraße sein würde. Im Gegenteil, es bahnte sich ein offener Schlagabtausch an, denn weitere sieben Minuten später schepperte es erneut im Fackeler Gehäuse.

    Ein Zufalls-Ping-Pong-Billard-Ball landete vor den Füßen vom startbereiten T. Fokou (17‘), der erneut im 1 gegen 1 die Nase vorn hatte und D. Mastel beim Erzielen des 2:1 Führungstreffers keine Chance ließ; Spiel gedreht. Und WIEDER war der FCF ins Hintertreffen geraten und musste mal WIEDER einem Rückstand hinterherrennen, was Erfahrungsgemäß zwangsläufig zu einer Unzufriedenheit und geringeren Punkteausbeute am Ende des Spiels führt.

    Bei einem offenen Schlagabtausch darf der nächste Treffer nicht lange fehlen. In der 28. Minute sagte sich V. Göttmann Jr. „was mein Onkel kann, das kann ich schon lange“ und erzielte das sehenswerte 2:2. Nach einem mustergültigen Pass von A. Hoffmann in die Tiefe lupfte der besagte V. Göttmann Jr. „das Runde„ gekonnt über den herausstürmenden Schlussmann der SG Siemens zum Ausgleich.

    Danach schien es, als ob beide Mannschaften für sich entschieden haben, dass es genug Highlights für die ersten 45. Minuten waren; Halbzeit!

    Nachdem die Zuschauer in der ersten Halbzeit geradezu mit Highlights überschüttet wurden und garnicht mehr wussten wo oben und unten ist, stellten beide Mannschaften ihre Visiere etwas niedriger und besonnen sich auf eine ruhigere, ausgeglichene 2. Halbzeit mit hauptsächlichen Mittelfeldgeplänkel.

    Zwei Negativ-Highlights aus Sicht der Gäste gab es dann doch noch und wieder waren beide Göttmänner beteiligt.

    Nach einer schönen Flanke von außen bugsierte V. Göttmann Sr. das Leder per Kopf in Richtung Tor. Dort wurde der Ball von einem gegnerischen Feldspieler auf der Linie klar mit der Hand geklärt. Der Fällige Strafstoß-Pfiff blieb allerdings aus.

    Einen weiteren Strafstoß hätte es geben müssen, als dieses Mal V. Göttmann Jr. im Strafraum regelwidrig zu Fall gebracht wurde; kein Pfiff.

    Gebeutelt von Verletzungen, den eigenen Ansprüchen hinterherhinkend, erneut ohne Gegentor geblieben; das mochte ja alles sein, aber an diesem Tag zählte nichts weiter als ein Dreier, egal wie. Da musste auch mal ein Schmutziger Sieg her. Und so zogen die Mannen um Kapitän P. Gruseck die Zügel noch einmal an und stürmten wütend auf den Siegtreffer. Und wieder machte es sich bezahlt bis zum Ende konzentriert und fokussiert weiter zu kämpfen. Es dauerte bis zur 88. Minute, ehe die Oldie-Connection des FCF die mitgereisten Fans aufjubeln ließ. Erneut war es E. Hartwich, der mit einer seiner butterweichen Reingaben den heranfliegenden V. Göttman Sr. bediente. Sein sehenswerter Flugkopfball machte dann endgültig den Deckel drauf, 2:3.

    Wir schreiben den 6. Spieltag und der FC Fackel hat bereits schon jetzt alle seine blauen Augen und Kredite aufgebraucht. Bis zum nächsten Spieltag (SAMSTAG 28.09. ab 13 Uhr) muss unbedingt der Sand aus dem Getriebe, will man nicht beim eigenen Oktoberfest, vor eigenem Publikum gegen den FV Graben danach mit einem Verlierer-Bier anstoßen…

    7. Spieltag: (5.) FC Fackel - (6.) FV Graben (0:1) 1:1

    High Five - Der FCF tritt auf der Stelle

    Ein ganz besonderer Heimspieltag stand vor der Tür. Samstags, vor eigenem Publikum während des eigenen Oktoberfestes gegen den unmittelbaren Tabellennachbern FV Graben (6.). Könnte man die drei Punkte einheimsen, würde man den FV Graben distanzieren, folglich im Konzert der oberen Drei mal wieder anklopfen, während man sich bei festlicher Musik die Sieger-Brause schmecken lässt. Aber auch dieses Mal sollte ein weltberühmter Philosoph Recht behalten: „Wäre, wäre, Fahrradkette!“

    Eigentlich sollte man meinen, dass die Motivation und Spielfreude auf Grund dieser Gegebenheiten bei allen Akteuren des FCF zu spüren und zu sehen sein sollte. Stattdessen sah man eher das Gegenteil. Es kam einem so vor als ob das stattfindende Spiel eher eine notwendiges Übel wäre auf dem Weg zur Festbrause, zumindest auf Seiten der Heusch-Truppe. Sehr lethargisch, immer einen Schritt zu spät und nie mit der notwendigen Konsequenz in den Zweikämpfen stand sich der FCF mal wieder selbst im Weg. Sobald allerdings mal der ein oder andere Spielzug konzentriert ausgeführt wurde, sah man das eigentliche Potential dieser Mannschaft aufblitzen, was auch in DREI (!) hundertprozentigen, allerdings vergebenen Torchancen mündete. Hier bewahrheitete sich auch eine andere Fußball-Weißheit: „Wenn man die Dinger vorne nicht reinmacht, bekommt man hinten einen rein“.

    Es dauerte bis knapp vor den Halbzeitpfiff (43‘), bis sich diese Weißheit zum Tragen kam. Ein dämliches Foul, halbrechts kurz vor der Strafraumkante, brachte Grabens besten Akteur an diesem Tag, S. Heil in Position. Dieser schlenzte den Ball über die Mauer am in den rechten oberen Knick zur schmeichelhaften 0:1 Pausenführung. Rückstand! Mal wieder! Dies ist man aber diese Saison vom FC Fackel schon gewohnt, leider. Und auch wie gewöhnlich fingen die Gastgeber danach an vernünftig zu spielen.

    Nach dem Pausentee und einpaar personellen Umstellungen, das gewohnte Bild: Wütendes Anrennen und Drängen auf den Anschlusstreffer. Fortan entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor mit den gewohnten Abschlussschwächen. Die zum Teil gut ausgeführten Spielzüge verpufften im vorderen Drittel, ehe es überhaupt gefährlich für die Gäste werden konnte.

    In der 72. Minute dann endlich die verdiente Erlösung. Bei einem dieser gut vorgetragenen Spielzüge konnte S. Gezgin vor dem Tor mustergültig freigespielt werden, der nach einer satten Reingabe von der linken Seite keine Mühe hatte freistehend den strammen Ball in die Maschen zu lenken, 1:1. In der Folge hatte der FCF sogar den Siegtreffer auf dem Schlappen. Ein rüdes Foul am zuvor eingewechselten G. Chapurin im Strafraum, wandelte der sonst sichere 11-Meter-Schütze E. Tetzlaff in einen Kasten Bier im nächsten Training um. Der Ball wird heute noch vermisst!

    Damit Endete die Partie 1:1, wenngleich die Grabender eher mit dem Punkt leben konnten als die Fackelaner. Wieder wurde eine große Chance verpasst sich oben festzusetzen und einen direkten Konkurrenten zu distanzieren. Der 5. Tabellenplatz scheint fest mit dem FC Fackel verbunden zu sein. Diesen Tabellenplatz hat der FC Fackel bereits durchgehend seit dem ersten Spieltag der neuen Saison inne! Vielleicht sollte Jemand den Jungs mal sagen, dass es auch noch andere bessere Plätze in der Tabelle gibt.

    Viel Zeit bleibt aber nicht um sich über die verlorenen Punkte zu Ärgern. Bereits am 03.10. (ab 15 Uhr), am Tag der deutschen Einheit geht es für die Heusch-Truppe im Gastspiel gegen den Vorjahres-Vize-Meister, FV Hochstetten (16.). Die Gastgeber starteten bislang holprig in die Saison, allerdings zeigt die Vergangenheit, dass mit dieser Mannschaft immer zu rechnen ist, erst Recht wenn es gegen den FC Fackel geht…

    8. Spieltag: (13.) FV Hochstetten - (9.) FC Fackel (1:0) 2:0

    „Von nix, kommt nix!“

    Nach den zuletzt eher durchwachsenen Leistungen und den entsprechenden Ergebnissen wollte der FCF am 3. Oktober die 3 Punkte beim Vorjahres Vize stibitzen. Die Tabellenkonstellation vor der Begegnung sah einen klaren Favoriten vor, wenngleich die Partien mit dem FV Hochstetten immer für eine Überraschung gut waren.

    FCF-Trainer F. Heusch probierte gegen den Tabellen-Letzten eine Aufstellung mit einer 3er Abwehrkette, ein waghalsiges Unterfangen wie sich herausstellen sollte. Aber schön der Reihe nach.

    Bei herrlichen Platz- und Wetterverhältnissen waren die Mannen des FCF bereit für den Kampf um die 3 Punkte. Entsprechend motiviert und konzentriert ging man die Mission an. Allerdings war von Beginn an zu spüren, dass irgendetwas an diesem Tag nicht stimmte. Die gewohnten Mechanismen griffen nicht ineinander. Die Umstellung auf eine 3er Abwehrkette machte der gesamten Hintermannschaft zu schaffen, was sich in einigen unkonventionellen Aktionen wiederspiegelte. So wussten einige der Akteure recht wenig mit der neuen Situation anzufangen. Die Verunsicherung war klar zu erkennen. Damit konnte der FV Hochstetten immer wieder gefährliche Nadelstiche setzen, trotz der doch recht einfachen Spielweise. Die einzige Sturmspitze und wahrscheinlich älteste Spieler auf dem Platz O. Bunea, wusste die Verteidigung zu beschäftigen. Und so kam es, dass eben dieser O. Bunea in der 26. Minute die unerwartete 1:0 Führung erzielte. Ein Ballverlust in der Vorwärtsbewegung auf der linken Seite kam postwendend als scharf hereingetretene Flanke in die Sturmspitze zurück, wo der heranstürmende FVH-Stürmer aus vollem Lauf das Leder per Kopf in die Maschen setzte. Ein Wirkungstreffer von dem Sich der FCF bis zum Halbzeitpfiff nicht mehr erholen konnte.

    In der zweiten Halbzeit wurde dann wieder auf die gewohnte 4er Abwehrkette umgestellt, was aber auch nur bedingt geholfen hat. Und wieder war es ein Ballverlust in der Vorwärtsbewegung, der den Strick noch enger schnürte. Der abgefangene Ball landete beim freistehenden J. Zwecker. Dieser schlenzte den Ball aus dem Stand von der linken Strafraumseite an den rechten Innenpfosten, 2:0 (49‘). Es entwickelte sich ein gewohnt hartes Spiel, wo die zahlreichen FVH Anhänger ihren Teil dazu beitrugen, wie jedes Jahr.

    Bisher konnte man ich immer auf die Come-Back-Qualitäten des FCF verlassen. Nur dieses Mal ging man leer aus. Ein wirkliches Aufbäumen fand nur bedingt statt, was für außenstehende Zuschauer doch recht erstaunlich und unerklärlich war. Es war das erste Spiel welches man zu Recht verloren hat und die Heusch-Truppe trotz des guten Wetters wie begossene Pudel dastehen ließ, hauptsächlich auf Grund des eigenen Unvermögens wohlgemerkt. Am Tag der deutschen Einheit präsentierte sich die Fackelaner eben nicht als Einheit und kassierten so die verdiente Niederlage. Diese Niederlage war gleichzeitig der erste Sieg des FV Hochstetten in dieser Saison. Als Punktelieferant ist der FCF eigentlich bisher nicht bekannt gewesen, eigentlich…

    Diese Mannschaft ist mit der Truppe aus dem letzten Jahr, was den Spielwitz und das Engagement betrifft, in keinster Weise zu vergleichen. Das ist sehr erstaunlich, da sich spielertechnisch eigentlich nichts verändert hat.

    Mit dieser Niederlage findet sich der FCF Fackel nun im Niemandsland der Tabelle wieder, auf Grund der zuletzt gezeigten Leistungen auch da wo er hingehört. Und die Aufgaben werden nicht einfacher. Sollte sich in den kommenden Wochen nichts ändern, wird auch diese Saison nur die goldene Ananas am Ende dabei rumkommen…

    9. Spieltag: (9.) FC Fackel – (4.) SpVgg Olympia Hertha (0:1) 0:1

    „Der FCF im freien Fall…!“

    Nach dem Kampf Sieg der zweiten Mannschaft über die Reserve der Olympioniken wollte es die erste Mannschaft des FC Fackel denen gleichtun und damit ein 6-Punkte-Wochenende erzielen. Doch leichter gesagt als getan, denn die Seuche über dem FCF hält weiter an.

    Bei herrlichem Wetter allerdings tiefem und schwerem Geläuf war klar, dass heute nur über den Kampf die Punkte geholt werden können. Entsprechend wild begann die Partie. Doch wie bei den letzten Partien zu beobachten war, konnte der FCF keinen Zugriff in die Partie finden. Es schien als würden Sie sich selber im Weg stehen und irgendeinen Impuls bräuchten, um den besagten Zugriff zu erlangen. Es dauerte bis zur 31. Minute bis dieser Impuls eintrat, allerdings anders als erhofft. Bei einem der seltenen Versuche ein vernünftiges Spiel aufzuziehen ging der Ball in der Vorwärtsbewegung verloren. Die gäste benötigten gerade mal drei Anspielstationen, um das Leder von der rechten Seite quer durch den Strafraum zum freistehenden A. Koka durchzustecken, welcher keine Mühen hatte das Spielgerät am heranstürmenden FCF Keeper vorbei zu schieben, 0:1. Schon komisch dieser FCF, erst nach dem Gegentor besinnen sich die Mannen um Kapitän P. Gruseck zum normalen Spiel zurück und erspielten sich so ein ums andere Mal die 100%ige Chance auf mindestens den Ausgleich. Allerdings scheiterte die Mannschaft wie schon die gesamte Saison über, an der mangelnden Chancenauswertung. Es bahnte sich ein weiteres dieser Spiele an dem man den ganzen Tag spielen kann und kein Tor erzielen würde bahnte sich an.

    Denn auch nach dem Pausentee und der wiederkehrenden Ansprache in der Halbzeit von Routinier E. Hartwich änderte sich nichts an dem Bild. Der FCF rennt wütend das gegnerische Tor an und kassiert ein ums andere Mal Nadelstiche der Gastmannschaft. Auf beiden Seiten bis zum Schlusspfiff jedoch ohne vom Erfolg gekürt. Damit wurden auch die drei Punkte an diesem Tag abgegeben. Derartige Gastgeber findet man in der B1 nur selten, nicht nur fair, sondern auch spendabel, was die Punkte angeht. Ein seltenes Bild des FC Fackel.

    Nach dem Schlusspfiff steht der FC Fackel wieder mit leeren Händen da. Allein wegen dem Umstand, dass sich andere Mannschaften genauso schwer tun in dieser Saison, ist es zu verdanken, dass der FCF noch im einstelligen Tabellenbereich verweilen darf. Dem FCF fehlt die Leichtigkeit und die Ideen in diesem Jahr. Schaut man in die Gesichter der Spieler, sieht man Ratlosigkeit und eine gähnende Leere, wie es in den letzten 8 Jahren seit Vereinsgründung nur sehr selten der Fall war. Beim Analysieren der Spiele weiß man genau was zu tun ist, allerdings liegt die Wahrheit wie immer auf dem Platz. Solange man die Theorie nicht in die Praxis umsetzt, solange wird man der Musik hinterherrennen und damit kann es noch eine laaange und mühselige Saison werden für die Mieter vom Lohwiesenweg. Und die Aufgaben werden nicht leichter. Mit dem SV Staffort wartet der unmittelbare Tabellennachbar am nächsten Sonntag auf den FCF. Jeder weitere Ausrutscher kostet von nun an Tabellenplätze…

    10. Spieltag: (10.) SV Staffort – (7.) FC Fackel (1:2) 1:5

    „Die Fackel glüht noch!“

    Neuer Spieltag, neues Glück. Zum zehnten Mal in dieser Saison geht der FC Fackel auf Punktejagd, diesmal beim unmittelbaren Tabellennachbarn SV Staffort. In dieser Verfassung eher ein nicht so gern gesehener Gegner, da man sich gegen die Gastgeber in der Vergangenheit immer schwertat, gerade Auswärts auf dem stets tiefen Geläuf.

    So auch dieses Mal. Das sollte aber nicht zur Ausrede werden, da der Gegner schließlich auch bei diesen Gegebenheiten auf dem Platz steht. Getrieben vom Wiedergutmachungs-Gedanken, nach zwei Niederlagen in Folge, trat die Heusch-Truppe erneut in einer anderen Aufstellung an, auch das zum zehnten Mal. Doch dieses Mal war etwas anders. Die Körpersprache des FCF war die einer Mannschaft, die hier nicht mit leeren Händen wieder Heimfahren wird. Mitunter angetrieben durch den Kanter-Sieg der zweiten Mannschaft zuvor (2:5) lauerte sich die Gäste durch einzelne Nadelstiche zu hochkarätigen Torchancen. Und wieder schien es so als ob das Abschluss- Gespenst den FCF fest im Schwitzkasten hat, allerdings nur für kurze Zeit. Denn bereits in der 27. Minute klingelte es im gegnerischen Kasten. Die zweite sehr gute Torchance konnte der wiedergenesene  K. Hamann zur 0:1 Führung einschieben nach einer präzisen Flanke vom sehr agilen J. Lüder. Ein ganz neues Gefühl für den Gast in Führung zu liegen. Doch dieses Gefühl währte nicht lange. Bereits 5 Minuten später stellte der Spielertrainer S. Lorenz die Ausgangssituation wieder her. Dieser bat in der 32. Minute zu einem Tänzchen im Strafraum, schickte dabei die komplette Abwehr an den Biertresen und schob widerstandslos am Verdutzten Goalie-Oldie V. Weigel ins lange Eck ein (1:1). Auf eine Punkteteilung hatte M. Muth aber keinen Bock. Über eine schöne Ballstafette auf der linken Seite legte S. Gezgin von der Grundlinie den Ball mustergültig in den Rückraum, wo M. Muth nicht lange fackelte und den Ball zur erneuten Führung, gegen die Laufrichtung des SV-Keepers, in die Maschen setzte (1:2, 40‘). Halbzeit!

    Die zweite Halbzeit begann wie die erste endete, mit Druck vom FCF. Ein ums andere Mal erspielte man sich weitere vielversprechende Chancen, um sich mal abzusetzen und etwas Ruhe ins Spiel zu bekommen und dieses Mal sollte es sich lohnen. Im Laufe des Spiels stabilisierte sich die anfangs wackelige Abwehrreihe um Kapitän P. Gruseck und lies so den ein oder anderen Angriff verpuffen, was die Heimmannschaft frustrierend in zahlreichen Foul-Spielen spüren ließ.

    In der 61. Minute war es dann soweit. Abermals war es der 21-jährige M. Muth, der seine überragende Leistung mit einem weiteren Treffer krönte, ehe er von Krämpfen geplagt, vom Platz getragen werden musste. Ein abgefangener Ball landete bei M. Muth am Fuß. Bei einem 30 Meter Sololauf ließ er im 1 gegen 1 dem Gastgeber-Keeper keine Chance und hämmerte das Leder von der rechten Seite ins linke untere Eck zum 1:3. Damit war der Widerstand der Heimelf gebrochen und der FCF hatte Gefallen daran gefunden noch weitere Treffer nachzulegen. Bereits 8 Minuten später zappelte das Leder erneut im Netz der Gastgeber. Ein abgeprallter Ball von der rechten Seite flog im hohen Bogen in Richtung langer Pfosten, wo der Grippe-Geschwächte V. Tarasenke diesen zum 1:4 einnickte. Nun gab es Chancen im Minuten-Takt. Allein der Müdigkeit und der daraus resultierenden fehlenden Konzentration der Gäste war es zu verdanken, dass die Niederlage für den SV Staffort nicht in einem Debakel endete. Der an diesem Spieltag oftmals glücklose V. Tarasenko war es dann schließlich der in der zweiten Minute der Nachspielzeit (90‘+2) den fünften und damit letzten Sargnagel zum verdienten 1:5 Endstand reinrammte und sich damit mit seinem zweiten Treffer belohnte. Nach dem Tor hatte der Schiedsrichter wohl Mitleid mit beiden Mannschaften und pfiff die Partie noch während des Jubels ab.

    Das war wieder der FC Fackel, wie man ihn aus der letzten Saison kannte. Eine geschlossene Mannschaft mit Charakter und dem bedingungslosen Willen die Punkte nicht kampflos abzugeben. Man kann nur hoffen, dass dieses Spiel der Dosenöffner für die nächsten Partien war. Denn bereits am nächsten Spieltag gastiert der Tabellenführer DJK Ost (punktgleich mit ASV Wolfartsweier) am Lohwiesenweg, die wahrscheinlich größte Überraschung der bisherigen Saison. Hier hatte man immer Schwierigkeiten mit den kämpfenden Katholiken. Wenn aber der FCF eine ähnliche Einstellung und Leidenschaft an den Tag legt wie zuletzt, dann kann man sich durchaus zurecht Hoffnung auf ein gutes Spiel und vor allem Punkte machen.

  • 2. Mannschaft

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